Montag, 14. Dezember 2009

Aller guten Dinge sind drei

Es hat tatsächlich drei Anläufe gebraucht bis wir es endlich geschafft haben aus einem Flugzeug aus 14,000 Fuß Höhe zu springen. Den erste Versuch hatten am 05.12. Nachdem wir morgens früh aufgestanden sind und um 7:15h abgeholt wurden um nach Byron Bay gebracht zu werden und wir eine Stunde auf unsere Instruktionen warten mussten, kam dann doch das viel gefürchtete Announcement: der Sprung wird abgesagt wegen zu viel Wind. Die Enttäuschung stand uns ins Gesicht geschrieben. 5 Stunden umsonst geopfert. Wir haben natürlich gleich einen neuen Versuch gestartet an dem Montag darauf. Der Unterschied: dieses Mal sind wir gar nicht bis nach Byron gekommen, da unser Fahrer schon während der Fahrt angerufen wurde, mit der frohen Nachricht: der Sprung wird abgesagt wegen zu viel Wind. Wenigstens haben wir dieses mal Robina nicht verlassen und nur eine Stunde verschwendet.
Nach Absprache mit der Dame bei Skydive Byron Bay, haben wir uns entschlossen es Sonntag nochmal zu versuchen, da die Wetteraussichten ziemlich gut waren. Stephen (hä hä) haben allerdings schon Pläne geschmiedet was wir machen wenn es wieder nicht klappt, wovon wir eigentlich schon fast ausgegangen sind, nämlich shopping :) Eigentlich hatten wir fast schon gehofft das es nicht klappt, da es uns fast EUR350 gespart hätte, die in Kleidung und Accessoires hätten investiert werden können, ganz nach dem Motto: gebundenes Kapital mag ich nur in meinem Kleiderschrank (Banker ... ich ... nee). Als uns die Dame dann am Sonntag aber versicherte das wir dieses mal springen würden, war shoppen gestrichen.


Es ging alles ganz schnell: Anmeldung, 10 Minuten auf der Couch gammeln, aufgerufen werden zum fertig machen, in den Gurt schlüpfen, Theorie Stunde (die maximal 5 Minuten ging), kurze Vorstellung mit den netten Herren, die für die nächsten 30 Minuten auf unseren Rücken gebunden sein sollten, warten bis das Flugzeug landet um uns abzuholen. Da ich immernoch nicht erwartet hatte, das alles glatt läuft und wir springen, war ich nicht aufgeregt ... bis die Tür in 14,000 Fuß aufging und die ersten einfach aus dem Flugzeug fielen. Der Rest ging unglaublich schnell. Der Herr auf meinem Rücken (hab den Namen vergessen weil ich keinen Argentinian Stud auf dem Rücken hatte wie Steffi) drückte mich Richtung "Ausgang" und sagte mir ich solle die Füße unter das Flugzeug klemmen. Ich hatte eigentlich noch mit einer kurzen Vorwarnung gerechnet, vielleicht ein kleiner Countdown aber bevor ich mich versehen habe, flog ich auch schon aus dem Flugzeug. Meine letzte Erinnerung vor dem Sprung war: Oh mein Gott, das ist doch ein bisschen zu hoch für mich, ich will doch nicht mehr, ich mach solange Terror bis das Flugzeug mich wieder mit runter nimmt, ich spring nicht. Man hat mich wohl auch ordentlich schreien hören als ich aus dem Flugzeug gesprungen wurde :) Das nächste an das ich mich erinnere kann war: Oh mein Gott, ist das geil! Wir sind mit 200km/h Richtung Erde gefallen, der Druck war im ganzen Körper zu spüren aber das war total egal, weil das Gefühl zu fallen und die Aussicht einfach Atemberaubend waren. Nach 70 Sekunden freiem Fall wurde dann der Fallschirm geöffnet (Gott sei dank ging er auf, obwohl ich während des Sprunges kein einziges mal Angst hatte das ich gleich ungebremst auf den Boden fallen könnte), was etwas schmerzhaft war. Auch die netten Korkenzieher die mein Partner auf dem Weg nach unten gedreht hat waren nicht sehr angenehm, vorallem für meinem Magen. Der Ausblick war wieder der Hammer. Unten angelangt hab ich das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen, eigentlich schon während des Sprunges nicht, wie die Fotos zeigen. Im nachhinein kommt es mir gar nicht so vor als hätte ich das wirklich gemacht, sondern als hätte ich das ganze im Fernsehen gesehen, da der Sprung und der Ausblick so extrem surreal waren. Aber trotzdem bin ich immernoch begeistert und würde es am liebsten sofort wieder machen. War nicht das letzte mal das ich Fallschirmspringen war (sorry Mama :). Diese Erfahrung und das Adrenalin helfen mir jetzt hoffentlich noch die letzte Woche hier zu überstehen. Die Hitze ist doch recht unangenehm und auch Strand und Pool sind nicht mehr so reizvoll wie am Anfang. Außerdem kommt hier kein bisschen Weihnachtstimmung auf, was auch auf meine Laune drückt, da Weihnachten eigentlich meine liebste Zeit im Jahr ist. Ganz großer Unwohlseinsfaktor ist auch unser Haus. Nachdem uns unser Mitbewohner Jack letzten Dienstag verlassen hat ist das Haus extrem leer: kein Fernseher, keine Bilder mehr an der Wand und natürlich fehlt Jack auch. Die letzten Tage werden nun mit lernen verbracht, da am Freitag noch ein letztes Final ansteht. Super Aussichten :) Ja, ich freue mich wieder auf zu Hause, meine Freunde und Familie, auch wenn es nur 11 Tage sind bevor ich wieder weg muss. Nächster Halt, London.

Mittwoch, 18. November 2009

Ein Traum

Endlich wieder reisen. Nachdem Steffi (aka Stephen, hä hä) und ich mit Entsetzen festgestellt haben, das wir nur noch wenige Wochen haben um uns das wunderschöne Land anzuschauen, haben wir spontan einen Trip auf die Whitsunday Islands gebucht (1,5 Wochen vor Abreise, also wirklich spontan :)


Unser gebuchtes Packet hat einen Segeltörn mit viel schnorchel, Bushwalk und jede Menge Sightseeing beinhaltet. Wir waren also vor Abreise schon positiv gestimmt, das es ein wunderbares, 4 tägiges Wochenende wird (leider mussten dafür 2 Vorlesungen und ein Workshop dran glauben).


Am Samstag ging es als dann endlich los, um 8h mit dem Bus zur Robina Railway Station um von dortaus mit dem Skytrain zum Brisbane Flughafen zu gelangen. Leider verlief das ganze nicht so reibungslos wie gedacht, da es Probleme auf der Strecke gab und der Skytrain nicht ab Robina fuhr. Aber, da die Australier ja besonders Touri bedacht sind, wurden wir kurzerhand mit dem Bus nach Nerang verfrachtet um von dortaus nach Brisbane zu gelangen, also alles halb so wild. Der Rest der Reise verlief reibungslos.


Als wir dann nach insgesamt 7 Stunden (Tür zu Tür) in Airlie Beach angelangt waren und uns zu unserem Segeltörn angemeldet haben, konnten wir auch unser wunderschönes Zimmer im Beaches Backpackers beziehen. 8 People Dorm, so wie ich es gar nicht mag aber es war ja nur für eine Nacht. Den restlichen Tag haben wir dann damit verbracht zu shoppen (danke Steffi, auch unter dem Namen Stephen bekannt, hä hä, schon wieder ein Billabong Shirt mehr im Schrank :( und zu essen, sind wir dann relativ müde zurück ins Hostel um mit erschrecken festzustellen das die Musik, die von der Hostel eigenen Bar direkt unter uns kam doch ziemlich laut war. Zudem war es in dem Zimmer unwahrscheinlich heiß und unsere Roomies hat es auch nicht interessiert das schon insgesamt 4 der 8 Bewohner des Zimmers bereits schliefen als sie ins Zimmer kamen. Erste Nacht also relativ bescheiden!

Danach wurde aber alles besser. Um kurz nach 12h wurden wir endlich von 2 der insgesamt 4köpfigen Crew der SV Whitehaven abgeholt und auf das Boot gebracht. Klein aber fein. Nach einer kurzen Begrüßung, Einführung in die Eigenheiten einer Toilette auf See und Einweisung in die Zimmerchen ging es dann gleich mit dem segeln los (leider auch das einzige Mal, da es zu windstill zum segeln war). Perfekter hätte der Start nicht sein könne: segeln, Sonnenschein und unwahrscheinlich gute Musik, die perfekt zur Szenerie passte!


Unser erstes Ziel war das Langford Bird Reef, um durch das Korallenriff zu schnorcheln. Die Stinger Suits, die einen vor den giftigen Quallen schützen sollen, waren zwar extrem nervig aber hat dem tollen Gefühl trotzdem keinen Abbruch getan. Das Gefühl durch die Korallen und Fische zu schnorcheln ist einfach unbeschreiblich. So viel Farben und Formen. Hab in meinem ganzen Leben noch nie etwas schöneres gesehen.

Glücklich ging es dann weiter mit zwei kleinen Snacks (lecker Kuchen und danach Käse, Wurst und Gemüse mit Dip) und mehr shippern durch die Inseln (insgesamt gibt es 74 Inseln von denen 17 bewohnt sind) ging es dann auf direktem Wege zu unserem ersten Nachtlager. Zwischendrin wurden wir ein Stück von Delphinen begleitet, ganz wie in den schnulzigen Filmen :)


Unser Nachtlager haben wir dann in einer kleinen Bucht bei Hook Island aufgeschlagen. Der Sonnenuntergang war Atemberaubend und der Sternenhimmel danach war es noch mehr. Habe mindestens 10 Sternschnuppen gesehen. Da uns angeboten wurde, die Nacht an Deck zu verbringen haben wir das Angebot natürlich gleich angenommen. Der Boden war zwar etwas unbequem aber das schlafen auf See unter dem klaren Sternenhimmel, hat das Ganze dann doch bezahlt gemacht.


Am nächsten morgen ging es dann um 6h weiter zum nächsten Reef. Dieses war nicht so atemberaubend weil man die ganze Zeit damit beschäftigt war den blöden Quallen auszuweichen. Diese Art war zwar nicht giftig aber trotzdem extrem eklig wenn man sie versehentlich berührt hat. Dafür haben wir aber kurz eine riesige Schildkröte gesehen.

Danach ging es weiter zum Whitsunday Island und zum berühmten Whitehaven Beach. Es war extrem heiss und deshalb beschlossen wir nach circa einer Stunden wieder zurück zu fahren und ein bisschen von unserem Boot zu springen, wie es uns unser sexy Captain kurz zuvor gezeigt hatte. Super viel Spaaaaaaaaaaaaaaaaaaaß!!! Da wir nicht den kompletten Beach sehen konnten, weil er doch relativ groß ist, fuhren wir danach noch zu einem Aussichtspunkt, der den kompletten Strand überblickt. Spätestens dort wurde uns klar wieso Whitehaven Beach der zweit schönste Strand der Welt ist. Atemberaubend schön und extrem surreal. Auf dem Weg zurück durften wir dann noch an Green Tree Ants lecken um den extrem zitronigen Geschmack zu erleben, sehr lecker :)







Zusätzlich zu den Delphinen am Vortag, gab es dann auch am Montag eine unerwartet Sehenswürdigkeit: White Breasted Sea Eagles. Riesige und, wer hätte es gedacht, wunderschöne Seeadler. Dadurch das die Crew sie gefüttert hat, kamen sie extrem nah an unser Boot und haben damit erst ihre ganze Größe preisgegeben. Extrem beeindruckend.

Das nächste Riff das wir angefahren haben (leider hab ich den Namen schon wieder vergessen) war von allen das Beste. Wir haben eine riesige Schildkröte 5 Minuten auf ihrem Weg begleitet, einen riesigen Fisch gesehen und tausend bunte, wunderschöne Fische und Korallen gesehen. Mein Herz blieb allerdings kurz stehen als ich, etwas abseits von meine Mitschnorchlern, einen Hai gesehen hab, der nur circa 2 Meter von mir entfernt, Gott sei Dank, in die andere Richtung schwamm. Ich bin mir zu 95% sicher das es ein Hai war, hab ihn mir dann allerdings nicht viel länger angeschaut weil ich panisch die Flucht ergriffen haben :) Danach bin ich gleich zurück auf's Boot :).

Die folgende Nacht hab ich dann unter Deck verbracht weil ich beides einmal ausprobieren wollte. War nicht so unbequem wie gedacht.

Am nächsten Morgen ging es auf wieder um 6h weiter zum nächsten Reef (auch hier hab ich den Namen vergessen). Leider waren wir schon früh morgens dort, das heißt, es war kalt und die Sonne noch hinter einer der Inseln, was das Riff relativ unspektakulär erscheinen ließ. Das war leider auch der letzte Schnorchelgang :( Danach ging es wieder zurück in den Hafen von Airlie Beach.

Nachdem wir die letzten 4h damit verbracht haben zu essen und den Schatten zu genießen ging es auch schon wieder zum Flughafen und zurück nach Brisbane.
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Auf dem Rückflug hatten wir über Brisbane noch ein ziemliches Unwetter, von dem ich aber leider nichts mitbekommen habe da ich einfach zu stark in mein Buch vertieft war (danke Stephenie Meyer :)

Nach ein paar kleinen Transport K0mplikationen haben wir es dann doch um 23:30h nach Hause geschafft und ich bin geschafft von den vielen Eindrücken, der Sonne und der vielen Bewegung sofort ins Bett gefallen und eingeschlafen.

Ich kann wirklich nicht in Worte fassen wie wunderschön und beeindruckend der ganze Trip war. Ich habe gedacht das ich mit Fraser Island das schönste Ziel schon hinter mit hatte aber da hab ich wohl falsch gelegen. Vielleicht drückt das meine Begeisterung für die Whitsunday Islands am besten aus: ich weiß jetzt wo ich meine Flitterwochen verbringen möchte ;)







Sonntag, 25. Oktober 2009

Wo war Papa

Obwohl ich zwar die geballte Männlichkeit in Gestalt meiner Nachbarn (nichts für ungut Jungs :-) den ganzen Samstag um mich hatte, hab ich doch Papa vermisst beim Super GP in Surfers. Zu Autorennen gehört Papa einfach immer dazu :-) Nächstes Jahr wieder.

Für die, die sich jetzt fragen: Was zum Teufel ist Super GP und was ist so toll daran? Hier die Antwort: Super GP ist ein 4 tägiges Event rund um V8 Supercars (Tourenwagen wie bei uns in der DTM), mit lots of off and on track entertainment. Das ganze findet statt in Surfers Paradise, man hat also die Rennstrecke direkt am Strand, einfach genial. Die Autos waren laut und schnell, so wie ich das mag. Einziger Nachteil: es war viel zu heiß. Wir haben zwar erst Frühling in Australien aber die Temperatur hält sich in letzter Zeit schön um die 30 Grad. Am Samstag waren es glaub ich 35 Grad. Nicht gut wenn man die ganze Zeit in der Sonne stehen muss und kaum Schatten zur Verfügung steht aber was tut man nicht alles für ein bisschen Action. Leider haben wir die Crashs nur via Leinwand verfolgen können, denn als wir beim zweiten Rennen extra in der Kurve gestanden haben (in der es im ersten Rennen nur so geknallt hat), sind natürlich alle anständig gefahren :-( Trotzdem haben sich die 95 AUD gelohnt. Wann sieht man schonmal ein Autorennen mit direktem Blick auf's Meer!?




Leider war der Tag so anstrengend, dank dem
frühen aufstehen und der Hitze, das ich Abends nicht mal mehr in der Lage war meinen Biervorrat aufzustocken. Jetzt sitzt ich leider auf dem Trockenen. Egal, sind eh mid-term exams nächste Woche, da muss man eh anständig sein ;-) In diesem Sinne, drückt mir die Daumen am Dienstag und Mittwoch!
Zum Schluss noch ein kleines Video um die Geräuschkulisse etwas zum Ausdruck zu bringen. Vielen Dank hierbei auch gleich an den charmanten Schweizer von Nebenan für die liebreizenden Kommentare zum Renngeschehen ;-) Good job Patrick!

Montag, 12. Oktober 2009

Abenteuer pur

Lang lang ist's her das ich den letzten Post geschrieben habe. Die letzten Wochen war ich vorrangig damit beschäftigt Fachliteratur zu lesen und Hausarbeiten vorzubereiten. Ich muss nochmal betonen ... das Auslandssemester ist mehr Arbeit als ich mir vorgestellt habe. Habe sogar schon angefangen meine Bräune zu verlieren :( Mittlerweile hab ich mich allerdings an den Arbeitsaufwand gewöhnt und werde schneller. Außerdem habe ich einen Weg gefunden meine Bräune zu behalten: lesen am Pool :) Ich brauch halt immer etwas Zeit um mich an neue Situationen zu gewöhnen aber wenn ich dann mal soweit bin, kann ich das Beste daraus machen wie man sieht.
Der Grund warum ich wieder aufregendes zu berichten haben war das Wochenende auf Fraser Island.
Nachdem ich mich Wochen darauf gefreut habe, ging's am Freitag um 11h nach dem ersten Tutorium direkt los (das zweit Tutorium an diesem Tag musste leider hinten anstehen :) aber leider nicht ohne Probleme. Das Auto, das wir gemietet haben durfte leider nicht auf Fraser gefahren werden, was die kompetenten Mitarbeiter uns an selbigen Tag erst mitteilten. Nach langem hin und her durften wir das Auto immernoch nicht fahren, mussten dann aber nur 2 statt 3 Tage bezahlen, da wir das Auto den kompletten Samstag nicht nutzen konnte, da wir diesen ja auf Fraser verbringen wollten. Immerhin! Ein weiteres Auto musste also her. Leider ist gerade Spring Break und deswegen waren alle Autos schon vermietet. Einzige Chance war also direkt vor Ort ein Auto zu finden. Das hat dann Gott sei Dank auch geklappt, so dass wir die Insel selbst erkunden konnten und keine Tour mit anderen Touristen machen mussten.

Das Auto war also gefunden aber die Zeit die Fähre nach Fraser zu erreichen wurde langsam knapp. Der zwielichtige Autovermieter hatte zwar den Fährmann angerufen und ihn gebeten auf uns zu warten aber der Fährmann war wohl ein sehr ungeduldiger Mensch, sodass wir die letzte Fähre trotz allem verpasst haben. Ärgerlich war das wir bereits ein Unterkunft gebucht hatten für die erste Nacht (ging dann doch alles gut und wir müssen sie nicht bezahlen). Die erste Nacht mussten wir also nochmal auf dem Festland in Rainbow Beach verbringen. Das Hostel war wesentlich angenehmer als dass was ich mit Tanja am Anfang meiner Reise gebucht hatten und die Stadt war auch nicht so verlassen (@Tanja: Rainbow Beach ist gar nicht so schrecklich :). Samstag morgen ging es dann auf die Fähre nach Fraser. Dort angekommen sind wir erstmal mit 80 km/h am Strand entlang gerauscht, was ein unbeschreiblich tolles Gefühl war! Wir hatten Zeit bis 10h bevor wir den Strand wegen der Flut verlassen mussten, also sind wir schnell zum Wrack der S.S. Maheno (ein 1935 gestrandeter ehemaliger Luxusliner, der in Japan verschrotten werden sollte) gefahren was ebenfalls ziemlich beeindruckend war.

Das Inland war dann allerdings der Hammer! Ich habe noch nie in meinem Leben so ein schönes Fleckchen Erde gesehen und es war erstaunlich wie schnell sich das Landschaftsbild veränderte. Ist man 10 Minuten durch Laubwald gefahren, kam man plötzlich in tropischen Wäldern an. Ich kann die Landschaften gar nicht mit Worten beschreiben, ich lasse einfach Bilder sprechen.






























Auch ich durfte mich hinter das Steuer setzten und durch den Wald "heizen" (maximale Geschwindigkeit waren 25km/h, schneller wäre auch tödlich gewesen :). Ich hab das Auto weder abgewürgt noch bin ich einen Abgrund heruntergefahren oder bin im Sand stecken geblieben. Da soll nochmal einer sagen ich könnte das nicht (ja, genau du bist gemeint ;). Die Seen auf Fraser sind ebenfalls sehr schön aber nicht so spektakulär wie der Rest, vorallem sehen sie sich alle sehr ähnlich. Der berühmte Lake Mckenzie war allerdings eher enttäuschend dar er aussah wie alle anderen Seen auf Fraser und zusätzlich noch total überfüllt war mit Menschen. Auch extrem beeindruckend war der Sternenhimmel. Da es kaum Lichtquellen auf Fraser gibt sieht man massig Sterne, die Milchstraße und extrem viele Sternschnuppen. Ich glaub ich weiss wo ich meine Flitterwochen verbringen möchte :)
Auch die Tierwelt durften wir hautnah erleben. Nachdem uns Samstag Abend ein Dingo am Strand begegnet ist, hatte wir auch Sonntag am Lake Mckenzie nochmal die Ehre. Habe leider kein wirklich gutes Bild machen können da er ständig unterwegs war und ich ihm nicht hinterherlaufen wollte, ist und bleibt schließlich ein wildes Tier und wie wir erfahren haben, können die Dingos einem auch mal schnell den Fuß abnagen!

Ich könnte noch so viel schreiben weil das Wochenende voll war mit Erlebnissen aber das würde die Kapazität meines Blogs sprengen. Also sag ich nur noch: ich hatte noch nie so viel Spass und Angst zur gleichen Zeit :) Das Wochenende war echt Abenteuer pur.

Dienstag, 22. September 2009

Campus-Leben

Die zweite Uniwoche ist angebrochen und ich muss sagen, ich hab mich am Anfang gefreut wie ein Schneekönig das wir nur 12h die Woche in Vorlesungen sitzen aber ... der Schein trügt. Abgesehen von den mid term exams und den final exams (was schon einmal mehr Vorbereitung als in Deutschland bedeutet) gibt's noch einige Assignments, die man erledigen muss und mal ganz davon abgesehen müssen wir auch in jedem Subject einen dicken Wälzer durcharbeiten. Also doch leider nicht so entspannt wie gedacht :-)
Die Vorlesungen an sich sind total angenehm weil die Dozenten alle ziemlich relaxed sind. Es ist zum Teil noch etwas anstrengend den australischen Akzent zu verstehen aber es wird :-) Immerhin hab ich schonmal keine Probleme mit den Vokabeln, Job sei Dank!

Die Tutorien kommen mir etwas vor wie Schülerhilfe, was allerdings gar nicht so schlecht ist, denn man wird dadurch quasi zum lernen gezwungen!

Alles in allem denke ich wird aber alles nur halb so wild, da der Kurs Business Conditions Analysis all das umfasst was wir im 4ten Semester schon gemacht haben, der Kurs Financial Analysis and Valuation das ist womit ich mich im Büro beschäftigen darf (Jürgen, ich darf schon wieder einen Baumarkt analysieren :-) Ich schick dir dann den Report zum drüberlesen :-p) und auch Financial Markets und Institutions wohl ähnlich ist wie Finanzmittelmärkte. Ich hoffe also das ich in meinen Annahmen nicht getäuscht werden und doch noch zu viel lernen muss!
Eine nette Ablenkung nach all dem Stress in der Uni war dann am Freitag der Pub Crawl, eine von der Uni organisierte Tour durch 6 Pubs/Clubs in und um Robina. Das Motto dieses Jahr waren die 60er, ich durfte mich also als Hippie verkleiden. Da wir wie immer zu spät waren was das Karten kaufen anbelangt, mussten wir in den Crawl A, welcher um 3pm anfing, was nichts anderes heisst als um 15h anfangen zu trinken. Aus meinem Vorhaben abwechselnd Alkohol und Wasser zu trinken wurde leider nichts :-) Das hat mich dann auch dazu gezwungen um 22h schon den ersten Bus in Richtung Bett zu nehmen aber immerhin habe ich alles mitgenommen und kein Pub/Club ausgelassen. Hätte wahrscheinlich noch weitermach können wenn wir uns nicht dazu entschlossen hätten um 21h erstmal was beim Chinesen zu essen (ja, ich kann wieder chinesisches Essen zu mir nehmen, Bangkok hat mich nicht für immer geschädigt). Sitzen und Essen macht dann doch müde und die frische Luft lässt einen dann doch realisieren wie betrunken man doch schon ist. War aber trotzdem ein unwahrscheinlich lustiger Abend und ich muss feststellen ich bin ein unwahrscheinlich gutaussehender Hippie :-)
Hier noch ein paar Eindrücke von meiner bescheidenen Hütte, das hatte ich bis jetzt versäumt. Besonders möchte ich das Ausgenmerk auf meine pinke Bettwäsche richten :-) Und die Dusche ist der Hammer!!!























Sonntag, 13. September 2009

Catching the waves

Nach monatelangem entgegenfiebern durfte ich mich heute endlich zum ersten Mal auf ein Surfboard stellen. Wie erwartet bin ich ein Naturtalent! Kleiner Scherz ;-) Es war doch schwieriger als erwartet aber nach einigen Fehlversuchen und nochmaliger Einweisung von Christoph (danke!) hab ich es dann doch gemanaged auf dem Board zu stehen. Das war zwar nicht bei jedem Versuch der Fall aber mindestens bei einem von dreien. Die restlichen zwei Versuche habe ich damit verbracht nicht zu versuchen nicht zu viel Salzwasser zu schlucken. Nach einigen Malen wird einem nämlich über und man bekommt Kopfschmerzen, was mich dann leider zu kleinen Päuschen gezwungen hat (alles verlorene Surfzeit). Wir hatten insgesamt vier Surf Instructor, drei Männer und eine Frau. Waren alle super nett und hilfsbereit und einer hat auch meinen Vorstellungen entsprochen: blond, langhaarig und gut gebräunt ;-)

Gesurft wurde übrigens in Byron Bay oder auch die Hippie Stadt wie ich sie liebevoll nenne. Unwahrscheinlich viele Aussteiger in dem kleinen Nest. Dementsprechend gibt es auch viele Shops wo man ganz tolle Sachen kaufen kann (nein, ich spreche nicht von Drogen). War nicht das letzte Mal das ich in Byron war. Sehr schönes Städtchen, wo man alles nicht so ernst nimmt.

Jetzt bin ich allerdings froh das ich zu Hause bin, da mir alles weh tut, vorallem die Knie. Außerdem hab ich mir einen kleinen Sonnenbrand an verschiedenen Stellen meines Körpers zugezogen, vorallem im Gesicht.

Fazit: surfen ist neben kletter, der einzige Sport, der mich auf Anhieb begeistert hat. Bin schon am überlegen ob ich mir für die Zeit an der Gold Coast ein eigenes Board zulegen sollte, ständig ausleihen wird mit der Zeit zu teuer und ich werde demnächst bestimmt noch desöfteren auf dem Board stehen!

Morgen geht's erstmal shoppen ins DFO, Vorlesungen fangen ja erst um 16 Uhr an, !

Hier noch ein kleiner Eindruck vom Sonnenuntergang in Byron Bay!

Donnerstag, 10. September 2009

Einleben und O-Week

Die ersten Tage in meinem neuen zu Hause waren einfach nur eins: relaxed! Zumindest was das Zusammenleben mit neuen Leuten angeht. Die Tagesabläufe waren häufig etwas stressiger weil man alle Einkäufe und ähnliches vor 17h erledigen muss, da die Geschäfte hier nicht so lange wie in Deutschland geöffnet haben. Dafür kann man allerdings auch Sonntags shoppen gehen :-) Außerdem wird es hier auch circa um die gleiche Zeit dunkel und damit auch sehr frisch wenn man sich im Freien befindet. Von daher muss man sich entscheiden ob man lieber an den Strand möchte oder doch einkaufen gehen muss. Beides gleichzeitig artet wie wir festgestellt haben in Stress aus. Das ist dann aber auch die einzige Art von Stress, die wir bislang hier erfahren durften.

Die O-Woche an unserer traumhaften Uni (ich untertreibe nicht) lief bis auf den ersten Tag sehr entspannt und unspektakulär ab, zumindest die offiziellen Teile der Uni. Nachdem es nun jeder von uns geschafft hat sich in die vorgeschriebenen Kurse einzuschreiben, was leider doch etwas komplizierter war als gedacht, konnten wir endlich unseren Studentenausweis abholen, das Bond Week Package kaufen (viele kleine Geschenke und Eintrittskarten für die Veranstaltungen während der O-Woche), unsere Activity Card kaufen (Eintritt ins Unieigene Fitnessstudio, freier Eintritt zu Veranstaltungen, usw.) und den besten Kaffee/Chailatte der Welt im Juicy Bits (direkt auf dem Campus) genießen :-)


Die abendlichen Veranstaltungen waren wirklich gut. Wir hatten zwei Themeparties eine Hypnoseshow, eine Trivia Night und heute Abend gibt's Movie under the Stars (Chips und Bier steht schon bereit).


Die Tight and Bright Party gestern Abend war allerdings der Hammer, zumindest bis wir weitergezogen sind nach Broadbeach und die Musik in dem Club sehr zu wünschen übrig gelassen hat. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch so viel Spaß macht, sich derart zu "verkleiden".

Abschließend für heute kann ich nur sagen, ich fühl mich hier unwahrscheinlich wohl. STUDYING IN PARADISE!!!

See ya!