Dienstag, 22. September 2009

Campus-Leben

Die zweite Uniwoche ist angebrochen und ich muss sagen, ich hab mich am Anfang gefreut wie ein Schneekönig das wir nur 12h die Woche in Vorlesungen sitzen aber ... der Schein trügt. Abgesehen von den mid term exams und den final exams (was schon einmal mehr Vorbereitung als in Deutschland bedeutet) gibt's noch einige Assignments, die man erledigen muss und mal ganz davon abgesehen müssen wir auch in jedem Subject einen dicken Wälzer durcharbeiten. Also doch leider nicht so entspannt wie gedacht :-)
Die Vorlesungen an sich sind total angenehm weil die Dozenten alle ziemlich relaxed sind. Es ist zum Teil noch etwas anstrengend den australischen Akzent zu verstehen aber es wird :-) Immerhin hab ich schonmal keine Probleme mit den Vokabeln, Job sei Dank!

Die Tutorien kommen mir etwas vor wie Schülerhilfe, was allerdings gar nicht so schlecht ist, denn man wird dadurch quasi zum lernen gezwungen!

Alles in allem denke ich wird aber alles nur halb so wild, da der Kurs Business Conditions Analysis all das umfasst was wir im 4ten Semester schon gemacht haben, der Kurs Financial Analysis and Valuation das ist womit ich mich im Büro beschäftigen darf (Jürgen, ich darf schon wieder einen Baumarkt analysieren :-) Ich schick dir dann den Report zum drüberlesen :-p) und auch Financial Markets und Institutions wohl ähnlich ist wie Finanzmittelmärkte. Ich hoffe also das ich in meinen Annahmen nicht getäuscht werden und doch noch zu viel lernen muss!
Eine nette Ablenkung nach all dem Stress in der Uni war dann am Freitag der Pub Crawl, eine von der Uni organisierte Tour durch 6 Pubs/Clubs in und um Robina. Das Motto dieses Jahr waren die 60er, ich durfte mich also als Hippie verkleiden. Da wir wie immer zu spät waren was das Karten kaufen anbelangt, mussten wir in den Crawl A, welcher um 3pm anfing, was nichts anderes heisst als um 15h anfangen zu trinken. Aus meinem Vorhaben abwechselnd Alkohol und Wasser zu trinken wurde leider nichts :-) Das hat mich dann auch dazu gezwungen um 22h schon den ersten Bus in Richtung Bett zu nehmen aber immerhin habe ich alles mitgenommen und kein Pub/Club ausgelassen. Hätte wahrscheinlich noch weitermach können wenn wir uns nicht dazu entschlossen hätten um 21h erstmal was beim Chinesen zu essen (ja, ich kann wieder chinesisches Essen zu mir nehmen, Bangkok hat mich nicht für immer geschädigt). Sitzen und Essen macht dann doch müde und die frische Luft lässt einen dann doch realisieren wie betrunken man doch schon ist. War aber trotzdem ein unwahrscheinlich lustiger Abend und ich muss feststellen ich bin ein unwahrscheinlich gutaussehender Hippie :-)
Hier noch ein paar Eindrücke von meiner bescheidenen Hütte, das hatte ich bis jetzt versäumt. Besonders möchte ich das Ausgenmerk auf meine pinke Bettwäsche richten :-) Und die Dusche ist der Hammer!!!























Sonntag, 13. September 2009

Catching the waves

Nach monatelangem entgegenfiebern durfte ich mich heute endlich zum ersten Mal auf ein Surfboard stellen. Wie erwartet bin ich ein Naturtalent! Kleiner Scherz ;-) Es war doch schwieriger als erwartet aber nach einigen Fehlversuchen und nochmaliger Einweisung von Christoph (danke!) hab ich es dann doch gemanaged auf dem Board zu stehen. Das war zwar nicht bei jedem Versuch der Fall aber mindestens bei einem von dreien. Die restlichen zwei Versuche habe ich damit verbracht nicht zu versuchen nicht zu viel Salzwasser zu schlucken. Nach einigen Malen wird einem nämlich über und man bekommt Kopfschmerzen, was mich dann leider zu kleinen Päuschen gezwungen hat (alles verlorene Surfzeit). Wir hatten insgesamt vier Surf Instructor, drei Männer und eine Frau. Waren alle super nett und hilfsbereit und einer hat auch meinen Vorstellungen entsprochen: blond, langhaarig und gut gebräunt ;-)

Gesurft wurde übrigens in Byron Bay oder auch die Hippie Stadt wie ich sie liebevoll nenne. Unwahrscheinlich viele Aussteiger in dem kleinen Nest. Dementsprechend gibt es auch viele Shops wo man ganz tolle Sachen kaufen kann (nein, ich spreche nicht von Drogen). War nicht das letzte Mal das ich in Byron war. Sehr schönes Städtchen, wo man alles nicht so ernst nimmt.

Jetzt bin ich allerdings froh das ich zu Hause bin, da mir alles weh tut, vorallem die Knie. Außerdem hab ich mir einen kleinen Sonnenbrand an verschiedenen Stellen meines Körpers zugezogen, vorallem im Gesicht.

Fazit: surfen ist neben kletter, der einzige Sport, der mich auf Anhieb begeistert hat. Bin schon am überlegen ob ich mir für die Zeit an der Gold Coast ein eigenes Board zulegen sollte, ständig ausleihen wird mit der Zeit zu teuer und ich werde demnächst bestimmt noch desöfteren auf dem Board stehen!

Morgen geht's erstmal shoppen ins DFO, Vorlesungen fangen ja erst um 16 Uhr an, !

Hier noch ein kleiner Eindruck vom Sonnenuntergang in Byron Bay!

Donnerstag, 10. September 2009

Einleben und O-Week

Die ersten Tage in meinem neuen zu Hause waren einfach nur eins: relaxed! Zumindest was das Zusammenleben mit neuen Leuten angeht. Die Tagesabläufe waren häufig etwas stressiger weil man alle Einkäufe und ähnliches vor 17h erledigen muss, da die Geschäfte hier nicht so lange wie in Deutschland geöffnet haben. Dafür kann man allerdings auch Sonntags shoppen gehen :-) Außerdem wird es hier auch circa um die gleiche Zeit dunkel und damit auch sehr frisch wenn man sich im Freien befindet. Von daher muss man sich entscheiden ob man lieber an den Strand möchte oder doch einkaufen gehen muss. Beides gleichzeitig artet wie wir festgestellt haben in Stress aus. Das ist dann aber auch die einzige Art von Stress, die wir bislang hier erfahren durften.

Die O-Woche an unserer traumhaften Uni (ich untertreibe nicht) lief bis auf den ersten Tag sehr entspannt und unspektakulär ab, zumindest die offiziellen Teile der Uni. Nachdem es nun jeder von uns geschafft hat sich in die vorgeschriebenen Kurse einzuschreiben, was leider doch etwas komplizierter war als gedacht, konnten wir endlich unseren Studentenausweis abholen, das Bond Week Package kaufen (viele kleine Geschenke und Eintrittskarten für die Veranstaltungen während der O-Woche), unsere Activity Card kaufen (Eintritt ins Unieigene Fitnessstudio, freier Eintritt zu Veranstaltungen, usw.) und den besten Kaffee/Chailatte der Welt im Juicy Bits (direkt auf dem Campus) genießen :-)


Die abendlichen Veranstaltungen waren wirklich gut. Wir hatten zwei Themeparties eine Hypnoseshow, eine Trivia Night und heute Abend gibt's Movie under the Stars (Chips und Bier steht schon bereit).


Die Tight and Bright Party gestern Abend war allerdings der Hammer, zumindest bis wir weitergezogen sind nach Broadbeach und die Musik in dem Club sehr zu wünschen übrig gelassen hat. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch so viel Spaß macht, sich derart zu "verkleiden".

Abschließend für heute kann ich nur sagen, ich fühl mich hier unwahrscheinlich wohl. STUDYING IN PARADISE!!!

See ya!

Samstag, 5. September 2009

Endlich auspacken

Am Donnerstag konnte ich endlich in meine neues zu Hause für die nächsten 3,5 Monate einziehen. Das Gefühl den Koffer auszupacken war einfach unbeschreiblich. Ich muss zugeben das ich anfangs etwas enttäuscht war von der Villa, da ich mir doch noch etwas mehr vorgestellt hatte. Die Möbel sind leider zum Teil schon etwas abgegriffen und meine Bettwäsche ist pink. Mittlerweile bin ich aber total begeistert und kann über solche Kleinigkeiten hinwegsehen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl in unseren Anlage ist einfach super. Jeder grüßt jeden, Türen werden nicht abgeschlossen und aus einem Gläschen Wein im Garten wurde aufeinmal eine Party mit 20+ Nachbarn bis morgens um 2h.

Wir sind 3 Deutsche und 2 Australier in unserem Haus. 2 Mitbewohner kenne ich leider noch nicht, da Beide noch unterwegs sind. Aber bis jetzt bin ich mit den Mitbewohnern super zufrieden :-)



Auch ein großes Ereignis war unser Boat Trip am Freitag. Gemeinsam mit 5 Kommilitonen aus Frankfurt (und zum Teil auch hier) ging's mit dem Tiki Boat durch die Gewässer in Surfers. Wir hatten einen schweren Start da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat aber ab circa 13h kam die Sonne raus und der Rest des Tages war einfach nur genial. Selbst ich durfte als Frau mal hinters Steuer (danke Jungs :-)



Heute Stand dann erstmal Einkaufen auf dem Plan weil man muss ja schließlich auch etwas essen. War gar nicht so einfach seinen Weg durch die Vielfalt der australischen Produkte zu finden aber das wichtigste hab ich gefunden ... Pancake Mix! Freu mich schon auf's Frühstück morgen.

Der Abend wurde dann im Jacuzzi abgeschlossen mit Feuerwerk als Hintergrundkulisse. Ich sag nur Varsity Shores (unsere Wohnanlage) hat alles was man sich wünschen kann. Keine Ahnung wie ich es zu Hause in Frankfurt ohne diesen ganzen Luxus noch aushalten soll :-)

Morgen geht's an den Strand, wenn das Wetter mitspielt und am Montag starten dann die Einführungwoche an der Bond. Ich bin auf die australische Art zu studieren gespannt.

See you later!

Final destination Queensland

Der Flug von Sydney nach Brisbane war sehr unspektakulär weil ich den ganzen Flug über geschlafen habe obwohl ich einen Fensterplatz hatte. Das lag leider daran das ich mir vor dem Flug zwei Vomex einschmeissen musste weil es mir leider an diesem Morgen nicht sehr gut ging. Dafür bin ich aber der Bürde entkommen das erste Mal in Australien Auto zu fahren ... links. Tanja musst also ran obwohl wir am Abend vorher durch ein todsicheres Verfahren (Schnick-Schnack-Schnuck) den Fahrer bestimmt hatten, nämlich mich. Tanja hat ihre Aufgabe trotzdem gut gemeistert und wir sind sicher in unserem Hostel in Brisbane angekommen.

Nach 2 Stunden schlaf (wir sind immerhin um 5h aufgestanden) ging's dann erstmal los in die Stadt. Auch Brisbane ist relativ unspektakulär aber trotzdem sehr schön. Ich würde Brisbane als Großstadt mit Kleinstadt Feeling beschreiben. Unseren Abend haben wir dann im Kino beendet. Auch hier wieder ein kleiner Filmtip von mir: The Hangover! Super Film, der bei jedem Mal besser wird. Wer ihn noch nicht gesehen hat, sofort losgehen!

Bevor wir am nächsten Tag nach Fraser Island gefahren sind haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp im Lone Pine Koala Sanctuary gemacht zum Koalas knuddeln und Kangaroos füttern. Ein Traum. Leider durfte Tanja keinen Koala und ich keine Kangaroo mitnehme. Ich hatte mir schon ein ganz nettes ausgesucht :-(




















Unser Ausflug nach Fraser ging leider in die Hose, da wir doch den Trip besser hätten planen sollen. Zum einen haben wir keine Tour nach Fraser mehr bekommen weil wir zu spät angekommen sind und unser Hostel in Rainbow Beach war auch einfach nur schrecklich. Es hieß zwar VIP Backpackers war aber sogar vom Minimumstandard ziemlich weit entfernt. Wenigstens hatten wir keine Bettwanzen.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Cleveland gefahren um von dort aus nach Stradbroke Island (Straddy) zu fahren. Der Plan war dort wenigstens Wale zu sehen ... hat leider auch nicht geklappt. Dafür waren die Strände allerdings sehr schön und das Essen war super.

Dann, endlich ging's nach Surfers Paradise und das war die erste Stadt, die mich total begeistert hat. Sie ist zwar ziemlich klein hat aber unwahrscheinlich viel Flair.

Hier haben wir dann auch wieder die zwei netten Kommilitonen aus Neuseeland getroffen und noch drei weitere Mitstudenten aus Frankfurt. Der erste Abend wurde im Bavarian Haus verbracht (super Idee Christoph ;-) mit Bratwurst und Weizenbier. Danach ging's mit zwei Six Packs australischem Bier zum Strand und ich kann nur sagen Surfers hat den Namen Paradise wirklich verdient!