Lang lang ist's her das ich den letzten Post geschrieben habe. Die letzten Wochen war ich vorrangig damit
beschäftigt Fachliteratur zu lesen und Hausarbeiten vorzubereiten. Ich muss nochmal betonen ... das Auslandssemester ist mehr Arbeit als ich mir vorgestellt habe. Habe sogar schon angefangen meine Bräune zu verlieren :( Mittlerweile hab ich mich allerdings an den Arbeitsaufwand gewöhnt und werde schneller. Außerdem habe ich einen Weg gefunden meine Bräune zu behalten: lesen am Pool :) Ich
brauch halt immer etwas Zeit um mich an neue Situationen zu gewöhnen aber wenn ich dann mal soweit bin, kann ich das Beste daraus machen wie man sieht.
Der Grund warum ich wieder aufregendes zu berichten haben war das Wochenende auf Fraser Island.
Nachdem ich mich Wochen darauf gefreut habe, ging's am Freitag um 11h nach dem ersten Tutorium direkt los (das zweit Tutorium an diesem Tag musste leider hinten anstehen :) aber leider nicht ohne Probleme. Das Auto, das wir gemietet haben durfte leider nicht auf Fraser gefahren werden, was die kompetenten Mitarbeiter uns an selbigen Tag erst mitteilten. Nach langem hin und her durften wir das Auto immernoch nicht fahren, mussten dann aber nur 2 statt 3 Tage bezahlen, da wir das Auto den kompletten Samstag nicht nutzen konnte, da wir diesen ja auf Fraser verbringen wollten. Immerhin! Ein weiteres Auto musste also her. Leider ist gerade Spring Break und deswegen waren alle Autos schon vermietet. Einzige Chance war also direkt vor Ort ein Auto zu finden. Das hat dann Gott sei Dank auch geklappt, so dass wir die Insel selbst erkunden konnten und keine Tour mit anderen Touristen machen mussten.
Das Auto war also gefunden aber die Zeit die Fähre nach Fraser zu erreichen wurde langsam knapp. Der zwielichtige Autovermieter hatte zwar den Fährmann angerufen und ihn gebeten auf uns zu warten aber der Fährmann war wohl ein sehr ungeduldiger Mensch, sodass wir die letzte Fähre trotz allem verpasst haben. Ärgerlich war das wir bereits ein Unterkunft gebucht hatten für die erste Nacht (ging dann doch alles gut und wir müssen sie nicht bezahlen). Die erste Nacht mussten wir also nochmal auf dem Festland in Rainbow Beach verbringen. Das Hostel war wesentlich angenehmer als dass was ich mit Tanja am Anfang meiner Reise gebucht hatten und die Stadt war auch nicht so verlassen (@Tanja: Rainbow Beach ist gar nicht so schrecklich :). Samstag morgen ging es dann auf die Fähre nach Fraser. Dort angekommen sind wir erstmal mit 80 km/h am Strand entlang gerauscht, was ein unbeschreiblich tolles Gefühl war! Wir hatten Zeit bis 10h bevor wir den Strand wegen der Flut verlassen mussten, also sind wir schnell zum Wrack der S.S. Maheno (ein 1935 gestrandeter ehemaliger Luxusliner, der in Japan verschrotten werden sollte) gefahren was ebenfalls ziemlich beeindruckend war.
Das Inland war dann allerdings der Hammer! Ich habe noch nie in meinem Leben so ein schönes Fleckchen Erde gesehen und es war erstaunlich wie schnell sich das Landschaftsbild veränderte. Ist man 10 Minuten durch Laubwald gefahren, kam man plötzlich in tropischen Wäldern an. Ich kann die Landschaften gar nicht mit Worten beschreiben, ich lasse einfach Bilder sprechen.






Auch ich durfte mich hinter das Steuer setzten und durch den Wald "heizen" (maximale Geschwindigkeit waren 25km/h, schneller wäre auch tödlich gewesen :). Ich hab das Auto weder abgewürgt noch bin ich einen Abgrund heruntergefahren oder bin im Sand stecken geblieben. Da soll nochmal einer sagen ich könnte das nicht (ja, genau du bist gemeint ;). Die Seen auf Fraser sind ebenfalls sehr schön aber nicht so spektakulär wie der Rest, vorallem sehen sie sich alle sehr ähnlich. Der berühmte Lake Mckenzie war allerdings eher enttäuschend dar er aussah wie alle anderen Seen auf Fraser und zusätzlich noch total überfüllt war mit Menschen. Auch extrem beeindruckend war der Sternenhimmel. Da es kaum Lichtquellen auf Fraser gibt sieht man massig Sterne, die Milchstraße und extrem viele Sternschnuppen. Ich glaub ich weiss wo ich meine Flitterwochen verbringen möchte :)
Auch die Tierwelt durften wir hautnah erleben. Nachdem uns Samstag Abend ein Dingo am Strand begegnet ist, hatte wir auch Sonntag am Lake Mckenzie nochmal die Ehre. Habe leider kein wirklich gutes Bild machen können da er ständig unterwegs war und ich ihm nicht hinterherlaufen wollte, ist und bleibt schließlich ein wildes Tier und wie wir erfahren haben, können die Dingos einem auch mal schnell den Fuß abnagen!

Ich könnte noch so viel schreiben weil das Wochenende voll war mit Erlebnissen aber das würde die Kapazität meines Blogs sprengen. Also
sag ich nur noch: ich hatte noch nie so viel
Spass und Angst zur gleichen Zeit :) Das Wochenende war echt Abenteuer pur.